• Registrieren


Willkommen bei Topfrage
Sie können kostenlos Fragen Stellen und erhalten Antworten von anderen Mitgliedern der Community.

0 Punkte
Guten Tag.

Ich besuche derzeit die 11. Klasse eines Gymnasiums in Bayern und wollte euch nach eurer Meinung fragen.

Mein Problem ist, dass ich, egal wie sehr ich mich auch anstrenge, mich nicht für den in der Schule besprochenen Stoff (bis auf einige Ausnahmen, dazu später mehr) interessieren kann. Das "vielleicht bist du einfach nur dumm"-Argument einiger Kritiker meiner Aussage möchte ich nun im Voraus direkt unterbinden. Ich bin sehr wohl dazu in der Lage, Dinge auch unabhängig von ihrer Komplexität zu lernen. Dies lässt sich daran erkennen, dass ich beispielsweise in dem Fach Informatik derzeit auf einer guten 2, genaugenommen auf 12 Punkten stehe. Meine vergleichsweise guten Leistungen in diesem Fach liegen wohl maßgeblich daran, dass ich mich auch in meiner Freizeit sehr oft mit Informatik beschäftige und ich die gesamte Thematik sehr interessant finde. Ich könnte wohl auch in Fächern wie Mathematik oder Physik um einiges mehr lernen, allerdings sehe ich den Sinn dahinter einfach nicht.

Menschen werden auch "Individuen" genannt. Jeder von uns hat eine individuelle, also nur für die Person selbst geltende Sichtweise auf die Dinge, sowie individuelle Fähigkeiten. Und genau an dieser Stelle setzt die Funktion des Bildungssystems aus.

Ich interessiere mich sehr für Informatik, kann mich allerdings für Kunst, Religion und z.*. Deutsch, Mathematik und Physik absolut nicht begeistern. Hier sei gesagt, dass ich bewusst sage, dass ich mich nur "zum Teil" nicht dafür interessiere. Damit möchte ich sagen, dass ich zwar gerne lerne, wieso Dinge nach unten fallen oder warum so fließt wie er eben fließt, ich interessiere mich eben nur nicht dafür, wie weit ein Speer, der in einem bestimmten Winkel mit einer bestimmten Kraft in die Luft geworfen wird, fliegt oder wie stark die Selbstinduktion einer Spule mit x Windungen ist. Natürlich sollte man in allen Fächern ein Basiswissen vermittelt bekommen, schließlich hilft auch Das bei der Berufsfindung. Wenn man mir nun also ein Basiswissen in Fächern, die mich zwar nicht sonderlich interessieren, hinter denen ich jedoch den Sinn erkenne, vermittelt hat, warum muss man danach noch krampfhaft versuchen, mir für mich unnützes Wissen, welches ich dann nach zwei Tagen wieder vergessen habe, einzuprügeln? Es sollten die individuellen Interessen eines Schülers gefördert werden, nur so werden die Schüler später zu motivierten, engagierten Arbeitskräften und zu Meistern ihres Fachgebietes.

Man könnte fast meinen, Schule sei nicht dazu da, den Schülern wirklich etwas beizubringen, sondern um sie zu erziehen, sie dem Mainstream, der breiten Masse, konform zu machen, sie zu Maschinen umzufunktionieren. Das muss meiner Meinung nach geändert werden.

 

Wie seht ihr das? Ist das Bildungs-/Schulsystem in der jetztigen Form überhaupt noch Sinnvoll, würdet ihr etwas ändern wollen und wenn ja... Was?

Zum Abschluss noch ein Zitat, was meiner Meinung nach recht gut zur Thematik passt.:

"Raised not to make a difference in this world, raised to be no different. Smart enough to do our job but not to question why we do it."

 

Happy commenting.
Gefragt in Sonstiges von

1 Antwort

0 Punkte
*kleiner push am rande. Mich würde eure Meinung wirklich interessieren.
Beantwortet von

Ähnliche Fragen

0 Punkte
1 Antwort
0 Punkte
1 Antwort
0 Punkte
1 Antwort
0 Punkte
1 Antwort
Gefragt 3, Dez 2015 in Sonstiges von Daffy345 (500 Punkte)
0 Punkte
1 Antwort
Gefragt 15, Sep 2017 in Ratgeber von Anonym
0 Punkte
1 Antwort
...